Was sollte man vor dem Kauf einer Getreidemühle bedenken?

Auf dem heutigen Markt stehen sehr viele Getreide-/Schrot-/Kornmühlen zu Auswahl und diese weisen auch alle unterschiedliche Ausstattungsmerkmale (Mahlwerk, Motor, usw.) auf. So macht es oft auch einen gewaltigen Unterschied, wenn man sich Kornmühlen innerhalb eines Herstellers ansieht. Daher stellen wir hier die wichtigsten Fragen zusammen, die man vor dem Kauf einer eigenen Getreidemühle unbedingt beachten sollte.

Zur besseren Übersicht haben wir hier ein kleines Inhaltsverzeichnis:
Elektrisch oder Manuell betriebene Getreidemühle?
Welche Mahlleistung sollte der Motor aufbringen?
Welche Unterschiede gibt es bei den Mühlenmahlwerken?
Wie entsteht ein Korund/Keramik Mahlwerk?
Wie reinigt man eine Schrotmühle?
Wie ist die Garantielaufzeit bei Getreidemühlen?
Lohnt sich eine Kombimühle?
Aus welchem Material sollte das Mühlengehäuse sein?
Aus welchem Material sollte die Mahlkammer sein?
Noch Fragen offen?

 Elektrisch oder Manuell betriebene Getreidemühle?

Getreidemühle Kaufratgeber

alte Windmühle von innen

Um für jeden Verbraucher das richtige Gerät anbieten zu können, gibt es auf dem Markt sowohl elektrisch betriebene Schrotmühlen, als auch Mühlen, die mit der Hand betrieben werden. Grundsätzlich macht das keinen all zu großen Unterschied von der Bauweise und der Ausstattung her. Elektrische Getreidemühlen sind meist schwerer und haben daher ihren festen Platz in der Küche, während die manuell betriebenen Kornmühlen flexibel einsetzbar (unabhängig von einer Stromquelle) und daher natürlich auch um einiges leichter sind.
Eine elektrisch betriebene Schrotmühle empfiehlt sich, wenn man öfter große Mengen Korn mahlen möchte. Backt man beispielsweise mehrmals im Monat sein eigenes Brot und möchte hierfür das Vollkornmehl schnell mahlen, wäre man sicher von einer manuellen Getreidemühle schnell genervt. Dank dem Elektromotor geht das hier deutlich schneller und bequemer.
Wenn man hingegen nur hin und wieder die Getreidemühle benutzt, so reicht eine handbetriebene Mühle voll und ganz aus. Ein weiterer Vorteil, neben der Flexibilität, wäre hier die Lautstärke. Manuell betriebene Schrotmühlen sind deutlich ruhiger, im Vergleich zu Elektrischen.

Vor- und Nachteile einer elektrischen Getreidemühle

  • Getreide wird in kürzerer Zeit gemahlen
  • Größere Mengen können verarbeitet werden
  • Bequemlichkeit

  • Abhängig von Stromquelle
  • Lauter im Gebrauch, als handbetriebene Schrotmühle

Vor- und Nachteile einer handbetriebenen Getreidemühle

  • Leiser im Gebrauch, als elektrische Schrotmühle
  • Flexibilität

  • Herstellen größerer Mengen benötigt mehr Zeit & Aufwand

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 Welche Mahlleistung sollte der Motor aufbringen?

Die Mahlleistung pro Minute hängt sehr von der Leistung des Motors ab. Desto mehr Watt die Schrotmühle hat, desto mehr kann in einer Minute gemahlen werden. Hat zum Beispiel eine elektrische Schrotmühle einen Motor mit der Leistungskraft von 300 Watt, so kann sie je Minute circa 100 Gramm Mahlgut verarbeiten. Besitzt eine Mühle die doppelte Leistungskraft, so kann sie auch die doppelte Menge in der selben Zeit zermahlen.
Wir empfehlen euch, für den normalen Alltagsgebrauch eine Schrotmühle mit einem 250 – 300 Watt starken Motor zu kaufen. Möchtet ihr öfter eine größere Menge an Mahlgut verarbeiten, so empfiehlt es sich auf einen leistungsstärkeren Motor zu setzen. Für diejenigen unter euch, die ab und an Mais oder Reis zermahlen möchten, empfehlen wir grundsätzlich eine Getreidemühle mit einem 360 Watt starken Elektromotor zu kaufen.

 

Hier sieht man, wie leicht eine Schrotmühle zu bedienen ist:


 Welche Unterschiede gibt es bei den Mühlenmahlwerken?

Getreidemühle Kaufratgeber

Naturstein-Mahlwerk

Hier möchten wir kurz auf die Unterschiede bei den Mahlwerken eingehen. Es gibt Mühlenmahlwerke aus Stein, Stahl und Korund/Keramik. Gleich vorweg: Wir empfehlen nur Mahlwerke aus Korund/Keramik.
Manche Mühlenhersteller bieten Mahlwerke aus Naturstein an, diese sind aber deutlich teurer und pflegeintensiver. Sie eignen sich, um sehr feines Mehl herzustellen. Dieses feine Mehl kann zur Herstellung von vielen Gebäcken verwendet werden. Allerdings lassen sich ölhaltige Saaten nur in sehr kleinen Mengen mahlen. Und das auch nur, wenn man es mit normalem Getreidekorn vermischt. Zusätzlich ist die Reinigung bei einem Steinmahlwerk deutlich aufwändiger, da oft Mahlgutreste zurückbleiben.
Bei einem Stahlmahlwerk hingegen genügt ein feuchtes Tuch oder ein Pinsel, um die Getreidemühle zu säubern. (Tipp: Kauft euch einen Pinsel mit harten Borsten und kürzt diese ein wenig. So lassen sich Mahlwerke perfekt und deutlich leichter reinigen.) Mahlwerke aus Stahl sind auch geruchsneutraler und hygienischer. Zudem lassen sich ölhaltige Samen besonders gut schroten und mahlen. Ideal lassen sich auch gröbere Korngrößen mahlen, die sich perfekt eignen, um Vollkornbrote herzustellen.
Viele Hersteller bieten heute Schrotmühlen mit einem Mahlwerk aus einer Mischung von Korund und Keramik an. Hierbei handelt es sich um hochwertig verdichtete, langlebige und äußerst robuste Kunststeine. Wir sind von diesen Mahlwerken am meisten überzeugt und empfehlen euch daher nur Schrotmühlen mit einem Korund/Keramik Mahlwerk.


 Wie entsteht ein Korund/Keramik Mahlwerk?

Wenn man den Begriff „Kunststein“ hört, klingt das erstmal nicht sehr positiv. Hier wollen wir euch aber von dem Gegenteil überzeugen.
Korund ist ein Mineral, das die Härte 9 Mohs hat. Mohs ist die Härteeinheit bei Mineralien – zum Vergleich: Diamanten haben die Härte 10 Mohs und Granit (Natursteinmahlwerke) die Härte 6 Mohs. Korund ist somit ein Mineral, das mit Saphiren und Rubinen von der Härte her gleichzusetzen ist.
Keramik kann je nach Zusammensetzung und Brennverfahren eine Härte von 8-9 Mohs erreichen. Diese beiden natürlichen Minerale sind also deutlich härter als Granit.
Bei der Herstellung der Mahlwerke werden diese beiden Materialien gemischt und somit kann eine Oberfläche produziert werden, die bei der Abnutzung immer rau bleibt. Man spricht auch von dem Effekt, dass sie „selbstschärfend“ sind.
Die entstandenen Kunststeine sind also aus absolut natürlichen Mineralien und ohne irgendwelchen künstlichen Zusätzen.
Hier ist bei der Abnutzung allerdings noch etwas zu sagen. Alle 5 – 10 Jahre muss, je nach Nutzungsintensität der Getreidemühle, die Feineinstellung nachjustiert werden, da die Steine dünner werden. Bei den hawos- und Schnitzer-Mühlen kann man das mit dem Hebel machen. Hierfür muss lediglich der Einstellhebel etwas versetzt werden.
Bei Schrotmühlen mit der Feineinstellung durch Trichterdrehen (KoMo- und Waldner-Mühlen) muss nichts nachjustiert werden. Je nach Abnutzung muss der Trichter minimal nach links gedreht werden, um feineres Mehl zu mahlen.

Übrigens: Korund und Keramik ist euch sicher bekannt. In gewöhnlichem Schmirgelpapier ist die Oberfläche in der Regel mit kleinen Korund-Kristallen besetzt. Keramik kennt man von Kaffeetassen oder der Zahnfüllung. Die Idee, diese beiden Materialien zu mischen und daraus Mahlwerke für Getreidemühlen herzustellen hatte Wolfgang Mock, der heute für die KoMo GmbH als Mühlenbauer arbeitet.


 Wie reinigt man eine Schrotmühle?Getreidemühle Kaufratgeber

Die meisten Mühlen reinigen sich während dem Mahlvorgang selbst. Stellt man allerdings hauptsächlich feines Mehl her, so empfiehlt es sich, hin und wieder etwas gröberes Korn zu mahlen. So kann sichergestellt werden, dass keine Rückstände in der Mühle bleiben.
Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, sollte nach jedem Gebrauch mit einem Pinsel (mit gekürzten Borsten) das Mahlwerk säubern. Hierfür kann man auch ein feuchtes Tuch nutzen. Vorsicht bei Natursteinmahlwerken! Diese sollten nicht feucht gereinigt werden, da sonst die Schärfe der Steine sehr darunter leidet. Je nach Nutzung sollte die Getreidemühle alle paar Monate mit einem Handsauger komplett abgesaugt werden, um wirklich alle Mahlgutreste zu entfernen.

 

Hier wird gezeigt, was zu tun ist, wenn der Mahlstein verschmiert ist:


 Wie ist die Garantielaufzeit bei Getreidemühlen?

Ein relativ wichtiger Aspekt, den man vor dem Kauf beachten sollte, ist die GarantielaufzeitJe nach Hersteller variiert das sehr. Die meisten Mühlen haben eine Garantie von 2 bis 12 JahrenZu beachten ist, dass hier von einem sachgemäßen Gebrauch ausgegangen wird. Des Weiteren sollte man recherchieren, auf welche Bauteile es Garantie gibt.

Hier eine kleine Übersicht der bekanntesten Marken:

MarkeGarantielaufzeitdurch Produktregistrierung
Schnitzer2 Jahrebis zu 7 Jahre
Waldner 5 Jahre
hawos10 Jahre
KoMo12 Jahre

 Lohnt sich eine Kombimühle?

Erstmal kurz zum Verständnis: unter Kombimühle verstehen wir eine Schrotmühle, die sowohl Getreide mahlen, als auch Korn quetschen kann. Das hat den riesigen Vorteil, für jeden, der sich beides (Getreidemühle & Flockenquetsche) kaufen möchte. Diese Haushaltsgeräte sind extrem chic und lassen sich sehr platzsparend in jede Küche integrieren. Abhängig vom jeweiligem Gerät, kann man hier auch bares Geld sparen.

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 Aus welchem Material sollte das Mühlengehäuse sein?

Es gibt sowohl Schrotmühlen, die ein Gehäuse aus Holz haben, als auch Mühlen, die eines aus Kunststoff oder Edelstahl haben. Hier kann man gleich vorwegsagen, dass es keinen Unterschied macht, aus welchem Material das Gehäuse besteht. Man kann sich hier also ganz nach seinem eigenen Geschmack entscheiden. Dennoch möchten wir hier kurz die Unterschiede aufzeigen.
Die meisten Getreidemühlen haben ein Holzgehäuse. Hier wird meistens Buche oder Linde benutzt. Viele dieser Gehäuse sind bereits eingeölt, es gibt aber auch Geräte, die mit einem naturbelassenen Mühlengehäuse verkauft werden. Hier empfiehlt es sich, um die Lebensdauer des Mühlgeräts zu erhöhen, diese mit einem ausgewählten Öl gründlich zu behandeln.
Einige Küchenmaschinen bieten einen speziellen Aufsatz, mit dem auch Getreide gemahlen werden kann. Diese Vorrichtungen sind meist aus Kunststoff. Hier muss man vor der Benutzung nichts mehr beachten oder behandeln.
Genau wie bei dem Kunststoffgehäuse, muss man auch bei dem Edelstahlgehäuse nichts mehr behandeln. Im Endeffekt ist es tatsächlich eine Frage des Geschmacks, wofür man sich letzten Endes entscheidet. Aber hier wird einem eine sehr große Auswahl an unterschiedlichen Materialien und Formen angeboten. Es sollte sich also für jeden Geschmack etwas finden lassen.


 Aus welchem Material sollte die Mahlkammer sein?

Dieser Punkt kann ganz schnell beantwortet werden. Um die Hygiene zu steigern werden in der heutigen Zeit, bei den meisten Herstellern, Mahlkammern aus Kunststoff produziert. Das hat den großen Vorteil, gegenüber Mahlkammern aus Holz, dass das Mahlgut weniger haften bleibt.



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