Roggen – Unkraut oder Eiweißlieferant?

RoggenRoggen wurde als Nahrungspflanze lange Zeit nicht gewürdigt

Roggen ist eine bekannte Getreideart, die ursprünglich aus dem vorderasiatischen Bereich stammt. In früheren Zeiten wurde der Wert dieses Getreides deutlich unterschätzt, denn man bezeichnete den Roggen damals als Unkraut. Er wuchs eher im Verborgenen zwischen Weizen und anderen Getreidearten und wurde als Verunreinigung des Weizen-Saatgutes nach Europa gebracht. Seit dem 12./13.Jahrhundert erfreut sich der Roggen allerdings großer Beliebtheit. Seinerzeit war diese Sorte sogar das meist genutzte Getreide im Hinblick auf die Brotherstellung.

Roggen gehört zur Familie der Süßgräser und wächst auch auf trockenen und sandigen Böden und im gemäßigten Klima. Er verträgt allerdings auch Wärme sehr gut und Kälte sogar bis zu -25 Grad. Roggen ist sehr robust und reagiert sehr unempfindlich auf die verschiedensten Witterungseinflüsse.  Es wird unterschieden zwischen Sommerroggen und Winterroggen. Sommerroggen spielt im europäischen Bereich nicht so eine große Rolle, hier wird überwiegend der Winterroggen angebaut. Im nördlichen Europa ist Roggen inzwischen seit langem eine der wichtigsten Getreidesorten, die als Nahrungsmittel genutzt wird.

 

 

Wofür wird die Getreidesorte Roggen genutztRoggenbrot

Diese Getreideart wird im Wesentlichen zur Herstellung von Brot verwendet. Durch seine Inhaltsstoffe erfreut er sich großer Beliebtheit in der Brotherstellung.  Aber auch in der Produktion von Wodka und Korn wird Roggen eingesetzt und ebenfalls in der Herstellung von Whiskey.

Des Weiteren ist Roggen sehr bedeutend in der Futtermittelherstellung. Hier wird das Korn oder die Roggenpflanze, die in grünem Zustand geerntet wird, verwendet. Auch in der chemischen Industrie findet Roggen seinen Einsatz. So wird das Getreide unter anderem beispielsweise zur Herstellung Biogas benötigt.

 

 

Was macht Roggen so gesund?

Roggen enthält in seinen Körnern 54 % an Kohlenhydraten, 9 % Eiweiße, 13 % Ballaststoffe und jeweils 2 % Mineralien sowie Fette. Dieses Getreide kann auch dafür sorgen, dass der Cholesterin- und Glukosespiegel im Blut gesenkt wird. Man spricht hier von einem geringen glykämischen Index. Dadurch, dass der Blutzuckerspiegel gesenkt wird, wird auch die Produktion des körpereigenen Insulins nicht so schnell angeregt. Der Effekt ist, dass ein längeres Sättigungsgefühl eintritt und durch weniger Müdigkeit eine verbesserte Leistungsfähigkeit gegeben ist. Auch im Rahmen von Abnehmprogrammen spielen Produkte aus Roggen dadurch eine große Rolle.

Weiter bringt Roggen wertvolle Vitamine mit. Das Vitamin B1 das für Nervenstärkung sorgt, ist im Roggen ebenso enthalten, wie das Vitamin E, Zink und Mangan. Das Vitamin E sorgt für den Schutz unserer Zellen. Zink und Mangan sind für ein optimales Bindegewebe und ein intaktes Immunsystem verantwortlich. Roggen liefert mehr Eisen und Magnesium als Fleisch und ist damit ein ideales Nahrungsmittel für Menschen, die auf den Verzehr von Fleisch verzichten möchten. Auch verfügt Roggen über reichlich essenzielle Aminosäuren und versorgt unsere Nerven mit ein wenig Lecithin.

 

Roggenfeld

Roggenprodukte für die tägliche Ernährung

Für eine gesunde Ernährung spielt Roggen tatsächlich eine große Rolle. Es gibt diverse Produkte, die sich sehr zur Verwendung in der häuslichen Küche eignen, beispielsweise der Bio Roggen der Marke Biolandhof Knauf. Er kommt direkt vom Bauernhof und stammt aus kontrolliert biologischem Anbau. Dieses Produkt ist aus verschiedenen alten Roggensorten entstanden und wird in abbaubaren Papiersäcken geliefert. Der Roggen ist lange haltbar und kräftig im Geschmack. Dieser Bio Roggen sorgt für eine angenehme Sättigung und die aus diesem Roggen gefertigten Brote sind besonders lange haltbar.

Auch der Bio Roggen (Ganzes Korn) von Chiemgaukorn ist ein sehr empfehlenswertes Produkt für die eigene Brotherstellung. Er sorgt für einen dunklen, festen und aromatischen Teig und verleiht dem Brot einen herzhaft-würzigen Geschmack. Dieser Roggen stammt aus eigenem Anbau von Biofeldern im Chiemgau. Der Anbau erfolgt auf nachhaltige Art und Weise, das Bodenleben und die Artenvielfalt werden dabei geschützt. Der Chiemgaukorn-Roggen lässt sich besonders gut zum Produzieren von Brot und Brötchen verwenden.

Auch der Bohlsener Mühle Roggen stammt aus ökologischem Landbau und lässt sich hervorragend für die Bäckerei von Brotwaren verwenden.

Es müssen natürlich nicht nur einfache Brote oder Brötchen mit Roggen gebacken werden. Viele kulinarische Möglichkeiten sind hier gegeben und sorgen für einen abwechslungsreichen Speiseplan.

Unsere Empfehlung

BILDPRODUKTBESCHREIBUNGPREISANGEBOT
1 BIO Roggen 10kg – direkt vom Bauernhof – aus kontrolliert biologischem AnbauProduktbeschreibung 21,00 € * * inkl. MwSt. | am 14.08.2017 um 21:55 Uhr aktualisiert Zum Angebot
2 Chiemgaukorn Bio Roggen Ganzes Korn 5 kgProduktbeschreibung 7,99 € * * inkl. MwSt. | am 14.08.2017 um 22:04 Uhr aktualisiert Zum Angebot
3 Bohlsener Mühle Roggen, 10er Pack (10 x 1000 g ) – BioProduktbeschreibung 20,82 € * 21,29 € * inkl. MwSt. | am 14.08.2017 um 22:04 Uhr aktualisiert Zum Angebot

Rezeptidee 1: Roggenbrotringe + Preiselbeeren

Ein Beispiel für eine kulinarische Möglichkeit dieses Getreide anzurichten sind Roggenbrotringe mit Preiselbeeren:

Dazu werden benötigt:
50 g Roggen, geschrotet
50 g gesalzene Butter
500 ml Milch
1 Würfel frische Hefe
400 g feines Roggenmehl
1 EL Salz
2 EL Rübensirup
100 g Preiselbeeren (am besten frisch aber auch Tiefkühlprodukte sind möglich)

Als erster Arbeitsschritt wird der Roggen mit 100 ml kochendem Wasser übergossen und sollte anschließend lauwarm abkühlen. Butter und Milch werden ebenfalls lauwarm erwärmt. Die Hefe wird zerbröckelt und in einer Schüssel mit 4-5 EL der warmen Milch aufgelöst. Anschließend werden Mehl, Salz, Sirup, die restliche Milch und der zuvor eingeweichte Roggen dazu gegeben. Das Ganze wird so lange verknetet bis ein glatter Teig entsteht, der sich vom Schüsselrand löst. Am Ende werden die Preiselbeeren zugefügt. Der Teig sollte zugedeckt 1 Stunde ruhen an einem möglichst warmen Ort.
Dann wird der Teig noch einmal durchgeknetet und in vier gleiche Stücke geteilt. Diese werden zu großen Ringen geformt und auf ein bis zwei Backblechen gelegt. Die Ringe mit einer Gabel mehrfach einstechen und nochmals 30 Minuten ruhen lassen. Dann wird der Backofen auf 220 Grad Ober-/Unterhitze vorgeheizt und die Ringe werden auf der unteren Schiene 20 bis 25 Minuten gebacken. Anschließend sollten die Brotringe auf einem Gitter auskühlen.

Rezeptidee 2: Würzige Roggenkörner

Auch mit einem Rezept für würzige Roggenkörner lässt sich ein schmackhaftes und gesundes Gericht zaubern:

Man benötigt:
200 g Roggen
100 g Azukibohne
2 TL Kümmel
1 EL Gemüsebrühe (gekörnt)
3 Zwiebeln
50 g Butter
200 g Emmentaler Käse gerieben / wahlweise kann auch geriebener Gouda verwendet werden
Kräutersalz
schwarzer Pfeffer (frisch gemahlen)
Schnittlauch
Petersilie
Wasser

Das Gericht lässt sich am besten schon einen Tag vor dem Verzehr zubereiten. Der Roggen, die Bohnen, Kümmel und die gekörnte Brühe werden mit dem Wasser einmal aufgekocht. Dann sollte das Ganze zugedeckt werden und 12 Stunden quellen.  Am nächsten Tag alles noch mal 20 Minuten kochen.
Die Zwiebeln werden geschält und in Scheiben geschnitten, dann in der Butter goldgelb geschmort. Der Roggen sollte dann abtropfen und wird in eine Schüssel gegeben. Anschließend wird er mit den gebratenen Zwiebeln vermengt und mit dem Kräutersalz und dem Pfeffer abgeschmeckt. Dann werden die Kräuter und der geriebene Käse untergehoben und das Ganze direkt serviert. Lasst’s euch schmecken!

So lässt sich mit dem vitalstoffreichen Roggen eine interessante und facettenreiche Kost auf den Tisch bringen.
Auf diese Weise macht gesunde Ernährung der ganzen Familie Spaß.


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